Kärnten ist das kreative Hochdruckgebiet Österreichs!

Ein Blick in den WIFO-Werbeklimaindex vom November 2023 macht wenig Zuversicht für die wirtschaftliche Entwicklung der heimischen Kreativbranche. Die Prognose rutscht in den negativen Bereich. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen berichten von unzureichend gefüllten Auftragsbüchern. Ein herannahendes Tief, das auch vor Kärnten nicht Halt macht. Umso erfreulicher, dass heimische Kreative mit Zuversicht und einem nationalen Erfolg beim AUSTRIACUS für den Stimmungsumschwung sorgen.

„Der Wind in der Branche ist spürbar rauer geworden, der Kuchen wird kleiner. Unsere Agenturen und Kreativunternehmen reagieren mit viel Einsatz und Kreativität auf diese Herausforderungen“, berichtete Fachverbandsobmann Michael Mrazek in seiner Analyse zum letzten WIFO-Bericht.

Eine Entwicklung, die man auch in Kärnten beobachtet und der man mit Erfolgen begegnet: Denn die Kärntner Werberinnen und Werber waren in Hochform und überzeugten beim bundesweiten Kreativbewerb AUSTRIACUS. Ein Erfolg, der nicht deutlich genug hervorgehoben werden kann. Denn bei diesem Bewerb gilt es, sich mit den Besten Österreichs zu challengen. 283 Einreichungen aus ganz Österreich stellten sich dem strengen Urteil einer Expertenjury unter dem Vorsitz von Andreas Spielvogel. Der Branchenprofi ist selbst seit Jahren Executive Creative Director der DDB Wien und sitzt einer zehnköpfigen, unabhängigen Jury vor. Die Projekte wurden nach den Kriterien Kreativität, Strategie, Qualität der Umsetzung, Aussage am Punkt sowie Zielgruppenansprache bewertet.

Kärntner Kreative räumten gewaltig ab!

3 x Bronze, 1 x Silber und 3 x Gold! Mit diesem Ergebnis machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kärnten eine gewaltige Ansage und zählten zum zweitbesten Bundesland. Das Ergebnis ist auch ein wichtiges Signal an potenzielle Auftraggeberinnen und Auftraggeber aus Wirtschaft und öffentlicher Hand.

Volkmar Fussi, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation sieht sich in seiner Arbeit bestätigt: „Kärnten gehört mit sieben Preisträgern zu den Abräumern beim Bundeswerbepreis. Nach den großartigen Leistungen beim Landeswerbepreis CREOS im Oktober 2023 ist das aufs Neue ein Beweis für die herausragende kreative Qualität der Kärntner Werbeprofis. Ein Signal, das auch in der heimischen Wirtschaft und bei heimischen AuftraggeberInnen ankommen muss! Denn jahrelang haben wir im Ausschuss dafür gearbeitet und immer wieder betont, dass die heimische Szene zu absoluten Höchstleistungen fähig ist und sich keinem nationalen Vergleich scheuen muss.“

Unschöne Vergabepolitik des Landes trübt Stimmung!

Ein wichtiger Appell, der auch von Fussis KollegInnen in der Interessenvertretung sehr wohlwollend aufgenommen wird. So freute sich auch Martin Zandonella, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Kärntner Wirtschaftskammer über den Kärntner Erfolg in Wien. Trotzdem wurde ihre Begeisterung sehr schnell getrübt: Nur wenige Tage nach dem Erfolg in Wien mussten sie aus den Medien entnehmen, dass das Land Kärnten seine neue Homepage ohne öffentliche Ausschreibung und zu horrenden Kosten von einem Wiener Unternehmen habe programmieren und betreuen lassen.

 „Wir verfügen in Kärnten über höchstqualifizierte Unternehmen, die komplexeste Aufgaben zur vollen Zufriedenheit internationaler Kunden lösen. Sie nicht einmal zu einer solchen Herausforderung einzuladen, halte ich nicht nur für einen Affront, sondern auch für äußerst ungeschickt. Denn jedes Kärntner Unternehmen hätte sich mit besonderer Leidenschaft und Kenntnis der Region in dieses Projekt eingebracht“, so Spartenobmann Martin Zandonella.

Leider kein Einzelfall, sondern der Beweis, dass auch weiterhin viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Denn jeder Auftrag, bei dem heimisches Geld in anderen Bundesländern ausgegeben wird, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit von Kärntner Unternehmen und ist in Anbetracht der kommenden Entwicklungen fast einem Brandbeschleuniger gleichzusetzen.

M.U.T.iger

Österreich ist mit Begeisterung der Musterschüler der EU: Bei uns ist sogar die Inflation doppelt so hoch wie im Rest Europas.

M.U.T.letter

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