„Das Linchen“ mitten in der Klagenfurter Innenstadt hat sich binnen kürzester Zeit zu einem der kreativen Hotspots entwickelt. Gründerin Paulina Tiefenbacher – ursprünglich aus dem Pinzgau – versteht es dabei genau, künstlerische Freiheit mit unternehmerischem Gespür zu verbinden. Nach nur einem Jahr geht das Unternehmen einen entscheidenden weiteren Schritt: Mit einem zweiten Standort in Graz zeigt „Das Linchen“, wie kleinere Unternehmen entlang der Südachse Österreichs wachsen und neue Märkte erschließen können.
Geschäftsidee mit Potenzial
Die Idee zu „Das Linchen“ entstand während Tiefenbachers Zeit in den USA, wo Keramikmalen eine beliebte Freizeitaktivität ist. „Ich dachte mir, das probiere ich einfach mal aus. In vielen Städten kommt das gut an – warum nicht auch in Klagenfurt?“, erklärt die Gründerin. Nach ihrem BWL-Studium in Klagenfurt wurde die Idee schnell zu einem unternehmerischen Modell. Die Umsetzung war jedoch nicht ohne Hürden: Bürokratische Vorgaben, behördliche Formalitäten und das Studium stellten die junge Unternehmerin vor Herausforderungen. Der Erfolg kam jedoch schneller als erwartet: Die Nachfrage war von Beginn an sehr hoch, Tische regelmäßig ausgebucht. Bald konnte die Fläche erweitert und erstes Personal eingestellt werden. Heute ist „Das Linchen“ nicht nur Treffpunkt für Einzelpersonen, sondern auch für Gruppen und Unternehmen. Teambuilding-Workshops und kreative Firmenevents sind fixer Bestandteil des Angebots. „Wir haben schnell gemerkt, dass das Interesse breit gestreut ist“, so Tiefenbacher.
Zweiter Standort – getragen von Nachfrage

Ebenso schnell kam auch die Entscheidung, in die Steiermark zu expandieren. Die neue Anbindung entlang der Südachse – insbesondere durch die Koralmbahn – schafft kürzere Wege zwischen Kärnten und der Steiermark und erleichtert den Zugang zu neuen Zielgruppen: „Die Verbindung spielte auf jeden Fall eine Rolle. Ohne die Koralmbahn wäre die Expansion sicher nicht so schnell möglich gewesen“, sagt Tiefenbacher. Ursprünglich habe man lediglich darüber nachgedacht, das Grazer Publikum stärker anzusprechen. „Relativ schnell entstand dann die Idee, gleich ein eigenes Studio zu eröffnen.“ Die Erfahrungen aus Klagenfurt halfen dabei: „Da es nicht mehr das erste Mal ist, weiß man mehr und ist auf viele Dinge vorbereitet.

Trotzdem war es wieder eine Challenge für sich, einen passenden Standort zu finden. Schließlich wollten wir exakt an den Erfolg in Klagenfurt anknüpfen“, so die Unternehmerin. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist das Team: Während in Klagenfurt mehrere Mitarbeiterinnen unterstützen, übernimmt ihre Schwester Fanni in Graz die Leitung des Studios – Tiefenbacher selbst wird aber regelmäßig vor Ort sein. Mit dem neuen Standort nahe des Grazer Stadtparks eröffnet sich also ein weiterer Raum für alle, die Keramik nicht nur kaufen, sondern selbst gestalten wollen. Das Konzept bleibt bewusst, wie es war: Farben, Stifte, Stempel – einfache Abläufe, entspannte Atmosphäre, viel Platz für eigene Ideen.
Kleine Unternehmen, große Bedeutung
Die Expansion nach Graz ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Beispiel dafür, wie kleine Unternehmen entlang wachsender Wirtschaftsachsen skalieren können. Mit jedem neuen Standort entstehen Arbeitsplätze, zusätzliche Wertschöpfung und neue Kooperationen. Auch kleine Betriebe profitieren von der guten Vernetzung entlang der Südachse – gewusst wie! Durch strategische Planung, Standortwahl und Nutzung bestehender Verkehrs- und Wirtschaftsachsen können kleine Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein – und gleichzeitig ein Angebot schaffen, das Menschen nachhaltig anspricht. Gleichzeitig zeigt „Das Linchen“, dass Wachstum nicht zwingend mit radikaler Veränderung einhergehen muss. Das Kerngeschäft bleibt unverändert: Menschen gestalten Keramik. Was sich verändert, ist die Reichweite.

Selbstvertrauen als unternehmerische Notwendigkeit
Der Erfolg in Klagenfurt hat Tiefenbacher das notwendige Selbstvertrauen gegeben, den nächsten Schritt zu gehen. In der Anfangsphase musste sie ihr Konzept oft erklären. Heute spricht die Auslastung für sich. Von der Idee in den USA bis zur Expansion zwischen Kärnten und der Steiermark: „Das Linchen“ zeigt, wie unternehmerisches Wachstum auch außerhalb klassischer Branchen funktionieren kann – durch ein klares Konzept, familiäre Strukturen und das richtige Timing entlang einer sich entwickelnden Südachse. Die Weichen sind gestellt. Ob weitere Standorte folgen, bleibt offen. Klar ist jedoch:„Das Linchen“ ist groß geworden!
Hier geht es zum Artikel über „Das Linchen“ in Klagenfurt.
Das Linchen Graz
Zinzendorfgasse 8
8010 Graz
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