Es begann mit einer Nähmaschine am Küchentisch. Für den kleinen Enkel entstehen erste Strampler und Leggings liebevoll gefertigt von Sabine Oberascher, der Schwiegermama. Sabrina Eberwein, frisch gebackene Mutter, spürt schnell: Hier steckt mehr drin als nur ein Hobby. Heute stehen die beiden Frauen gemeinsam hinter Naty Label, einem Baby- und Kinderlabel aus Kärnten, das zeigt, wie aus Familienmomenten ein Unternehmen wächst.
Zwei Frauen, ein gemeinsamer Faden
Sabine Oberascher bringt das handwerkliche Können ein, Sabrina Eberwein die Ideen, Stoffauswahl und den Auftritt nach außen. Es ist ein Zusammenspiel, das nicht geplant war, sondern einfach entsteht. „Sie näht unglaublich gern, ich habe Freude am Gestalten und Reden mit Menschen. Wir ergänzen uns perfekt“, erzählt die junge Kärntnerin. Während Schwiegermama lieber im Hintergrund bleibt, tritt ihre Schwiegertochter nach vorne. Was beide abseits der Liebe zum Sohn und Enkel verbindet, ist die Freude daran, etwas Bleibendes zu schaffen.
Mutterschaft als Motor
Für Sabrina Eberwein war die Geburt ihres Sohnes ein Wendepunkt. „Man sagt, mit dem Kind wird auch die Mutter neu geboren. Das kann ich nur bestätigen“, so die Jungmama. Für sie war die Geburt der Moment, in dem Mut und Tatkraft da waren, um etwas Eigenes zu wagen. Und weil ihr Sohn den Spitznamen „Naty“ trägt, trägt auch das Label seine Handschrift.
- Entstehung: Familienprojekt von Sabrina Eberwein und Sabine Oberascher
- Philosophie: Slow Fashion statt Fast Fashion
- Materialien: Biobaumwolle & Leinen, zertifiziert und regional eingekauft
- Produkte: Baby- und Kinderkleidung, Accessoires, limitierte Sets
- Vertrieb: immer aktuell auf Instagram zu finden – Pop-Ups, Märkte, Fachgeschäfte (z. B. Fachl Klagenfurt), Onlineshop
- Besonderheit: Jede Kollektion ist limitiert und bietet echte Einzelstücke
Slow Fashion statt Fast Fashion

Naty Label setzt ausschließlich auf zertifizierte Biobaumwolle und Leinen. Stoffe, die langlebig, hautfreundlich und in Kärntner Fachgeschäften gekauft werden. Jede Kollektion ist limitiert, jedes Teil bewusst ausgewählt.
Damit meint sie nicht nur die kurze Lebensdauer von Billigkleidung, sondern die ökologischen Folgen. Verschmutzte Gewässer, Ressourcenverschwendung, CO₂-Ausstoß. Folgen, die wir heute noch kaum spüren, die nächste Generation aber umso stärker treffen werden. Für Sabrina ein Anlass, über Verantwortung nachzudenken: „Ich möchte mitgeben, dass man viel bedachter einkauft. Nicht nur für Kinder, sondern auch für sich selbst.“ Wer Kleidung bewusst auswählt, sendet ein Signal für eine Welt, die auch in den kommenden Jahrzehnten lebenswert bleibt.
Pop-Up statt Fixgeschäft
Ein klassischer Laden ist für Naty Label nicht der Weg. Stattdessen setzen Sabrina Eberwein und Sabine Oberascher auf Pop-Up-Stores, Märkte und Kooperationen mit regionalen Shops wie dem Fachl in Klagenfurt oder Events wie Art & Eat in der Villa Rainer. So bleibt das Label flexibel und nah an den Menschen. „Babykleidung will man fühlen. Wir wollen Orte schaffen, wo Eltern unsere Stoffe in die Hand nehmen können.“ Das Konzept folgt einem wachsenden Trend: temporäre Stores und Märkte, die gerade jungen Labels Sichtbarkeit verschaffen und persönliche Begegnungen ermöglichen.
Naty Label ist mehr als Mode. Es ist eine Familiengeschichte über Mut zur kreativen Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Kinder ein Recht auf eine gesunde Zukunft haben. Aus Liebe zum Detail entsteht in Kärnten ein Label, das Mode und Verantwortung verbindet und zeigt, wie Unternehmertum im Kleinen große Wirkung entfalten kann.
