How to socialize: Wie und wo Sie heuer netzwerken sollten

Wie man sein Netzwerk richtig ausbaut. Plus: Top-Events, bei denen man bis zum Sommer dabei gewesen sein sollte.

Netzwerken zu können, ist eine der meistunterschätzten Kompetenzen im unternehmerischen Alltag. Denn trotz aller Digitalisierung und Social Media-Plattformen, über die wir digital networken, bleibt im Alltag dennoch der persönliche Kontakt entscheidend. Dass dem so ist, hat einen einfachen Grund: gemeinsam können wir mehr erreichen als alleine. Und so banal diese Binsenweisheit auch scheinen mag, so schwer ist es für manche, sie im Alltag umzusetzen.

Wie Netzwerken gelingen kann, hat etwa der steirische Kommunikationsmanager Josef Mantl in seinem Buch “I connect” ausführlich beschrieben. Sein Credo: Jeder kann netzwerken. Und das ist gar nicht so schwer, wie man glauben möchte: Beachten Sie einfach diese fünf goldenen Regeln des Networking. Weitere Tipps finden Sie hier.

  • Ziehen Sie sich gut an! Investment in die Garderobe und das Beschäftigen mit den unterschiedlichen Dresscode-Varianten spart Zeit und gibt Sicherheit. Es gibt einen subtilen Unterschied zwischen „Black-Tie Events“ und „Smart Casual“.
  • Lernen Sie Smalltalk! Dazu brauchen Sie unverfängliche Themen. Die aktuellen Fußballergebnisse oder Restauranteröffnungen eignen sich zum Beispiel hervorragend. Stellen Sie keine Ja-Nein-Fragen, sondern „warum“ und „wie“-Fragen. Tabu sind: Business, Religion und Politik.
  • Bereiten Sie sich vor. Suchen Sie online nach der Berichterstattung in den lokalen Medien. Dort finden Sie Hinweise auf das Publikum (das oft von Jahr zu Jahr das gleiche ist) oder den Dresscode der Veranstaltung.
  • Gehen Sie nie hungrig auf einen Event! Mit vollem Mund plaudert es sich nicht gut und wer sich am Buffet maßlos bedient, fällt eher ungut als angenehm auf. Trinken Sie wenn möglich nicht mehr als ein Glas Wein oder Bier – nichts ist peinlicher als ein betrunkener Gast.
  • Engagieren Sie sich! Networking ist Arbeit, nicht nur Events. Suchen Sie sich Vereine, Verbände und Charity-Organisationen aus, die Ihnen liegen. Bieten Sie Ihre Mithilfe an, nehmen Sie an Sitzungen teil. So tun Sie Gutes und knüpfen Kontakte. Der Rest ergibt sich dann.

Networkingevents, die Sie im ersten Halbjahr 2026 nicht verpassen sollten:

„Wenn die Musi spielt“ – Winter Open Air, Bad Kleinkirchheim (23. & 24. Jänner)

Das Winter-Open-Air von „Wenn die Musi spielt“ verbindet alpines Setting mit großer TV-Bühne – und schafft damit einen der dichtesten Netzwerkräume im Kärntner Winter. KünstlerInnen, ORF-Teams, Tourismusverantwortliche, Sponsoren und regionale Entscheidungsträger treffen sich zwischen Proben, VIP-Bereichen und Abendveranstaltungen. Gespräche entstehen hier beiläufig, aber mit erstaunlicher Nachhaltigkeit. 2026 findet das Winter-Open-Air am 23. und 24. Jänner in Bad Kleinkirchheim statt – Volksmusik mit Wirkung über die Bühne hinaus.

FIS Nacht-Riesentorlauf & Nightrace – Schladming (27. und 28. Jänner)

Die Kombination aus FIS Nacht-Riesentorlauf und dem legendären Nightrace macht Schladming Ende Jänner zum sportlichen Treffpunkt mit hoher Präsenz von Medien, Sportfunktionären, Sponsoren und Wirtschaftspartnern. Zwischen Startnummernausgabe, VIP-Bereichen und Après-Ski entstehen Gespräche, die im klassischen Meetingraum sonst Monate füllen würden. Diese Veranstaltungen sind auch in der Szene als informelle Business-Plattformen etabliert.

Opernredoute – Graz (31. Jänner)

DER Networkingevent schlechthin findet am 31.1. statt. Die Grazer Opernredoute ist die kleine Schwester des Opernballs in Wien – nur mit mehr Spaßfaktor und lockerer Atmosphäre. Die Opernredoute eröffnet die Ballsaison für die steirischen Entscheidungsträger – und für alle, die wissen, dass ein guter Galaabend oft wertvoller ist als zehn Zoom-Meetings. Zwischen Eröffnungsfanfare, Flaniermeile und Mitternachtseinlage mischen sich UnternehmerInnen, Kreative, WissenschaftlerInnen und LandespolitikerInnen. Tipp: Nicht zu spät kommen. Im Pausenfoyer wird genetzwerkt, im Hauptfoyer und der Zigarrenlounge werden Deals angebahnt. Wer es richtig machen will, der bleibt ständig in Bewegung und achtet dabei darauf, Alkohol nur in verträglichen Mengen zu sich zu nehmen: Der Output ist unglaublich.

Ball der Wirtschaft im Schilcherland – Eibiswald (6. Februar)

Traditionell lädt die WKO Steiermark nach Eibiswald zum größten Wirtschaftsball des Schilcherlandes. Zwischen poliertem Parkett, Live-Bands und Themenlounges entsteht eine Mischung aus formellem Austausch und geselligem Business. Viele UnternehmerInnen nutzen den Abend, um stille Anbahnungen zu machen – manche Entscheidungen fallen erst gegen zwei Uhr früh an der Sektbar. Dresscode: Elegant, aber nicht übertreiben.

Aufzeichnung des Villacher Faschings – (5., 6. und 7. Februar)

Die TV-Aufzeichnung der legendären Faschingssitzungen ist nicht nur Kult, sondern ein Netzwerk-Hotspot. Wenn ORF-Kameras, Politik-Prominenz, UnternehmerInnen und Kulturschaffende aufeinandertreffen, entsteht eine der informellsten, aber wirkungsvollsten Atmosphären des Winters. Hinter den Kulissen – zwischen Regie, Pausenbereich und After-Show – ergeben sich Gespräche, für die man sonst monatelang Termine bräuchte. Karten gibts bei der Villach Faschingsgilde: 2026 wird Anfang Februar aufgezeichnet: „Lei-Lei“ mit Business-Touch.

75. Bauernbundball in Graz (13. Februar)

Es ist der größte Ball Österreichs und sicher einer der größten Bälle Europas: Der Bauernbundball zählt mit rund 16.000 Besucherinnen und Besuchern zu den größten und wichtigsten Gesellschaftsevents der Steiermark – und ist damit ein idealer Ort für wirksames Socializing. Zu den Highlights des Abends gehören neben dem feierlichen Auftakt vor allem die thematisch vielfältigen Bereiche: vom lebhaften Stadl über den stimmungsvollen Weinkeller bis hin zu den zahlreichen Musik- und Tanzflächen, die bewusst unterschiedliche Publika zusammenbringen. Genau diese Mischung aus Größe, Struktur und Atmosphäre macht den Reiz aus: Man begegnet sich mehrfach, kommt zwanglos ins Gespräch und bleibt in Erinnerung. Wer hier präsent ist, sichtbar bleibt und den Abend nicht nur konsumiert, sondern aktiv nutzt, findet beste Voraussetzungen für nachhaltige Kontakte – quer durch Generationen und Branchen. Im VIP-Bereich trifft man das Who´s who der Steirischen Wirtschafts- und Politprominenz in aufgelockerter Atmosphäre. Karten? Hier entlang!

Faschingsumzüge in Villach, Klagenfurt und Graz (14. Februar)

Wem die Aufzeichnung des Villach Faschings einen Tick zu prominent ist, der findet sich in bester Gesellschaft in den VIP-Bereichen des Faschingsumzugs in Graz, Villach und beim Stadtgerücht zu Clagenfurth wieder. Lustige Gesellen gibt´s hier wie dort. Beim Faschingszumzug in Villach (14.2.2026) empfiehlt sich zum Networking eine der VIP-Areas (Tipp für Graz: Eine Einladung der Kleinen Zeitung sollte man nicht ausschlagen!), oder in Villach die Prämierung der schönsten Masken am unteren Kirchplatz. Karten für das Stadtgerücht zu Clagenfurth sind heiß begehrt und dem Vernehmen nach für alle zehn übrigen Sitzungen schon ausverkauft. Mit Glück lässt sich aber sicher die eine oder andere Einladung ergattern.

Präsentation des steirischen Weines – Graz (8. April)

Ein Klassiker im Frühjahrs-Kalender: Bei der großen Weinpräsentation in der Stadthalle Graz treffen WinzerInnen, Gastronomie, Hotellerie, Handel und Medien zusammen. Die heimische Wirtschaftsprominenz tritt hier geschlossen an, das Grazer Event-Establishment ist ebenfalls traditionell vollständig vertreten. Beste Voraussetzungen also um in lockerer Atmosphäre sein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Zwischen Degustationen und Ausstellungsgesprächen öffnen sich Türen für Kooperationen in Genuss- und Tourismus-Bereichen, aber auch in allen anderen Branchen – ein perfekter Anlass, um bei regionalen Produkten ins Gespräch zu kommen.

Südsteiermark Classic (Gamlitz, 23. bis 25. April) & DTM am Red Bull Ring (Spielberg 24. bis 26. April)

Im späten April steht die Südsteiermark ganz im Zeichen von Motor- und Lebensstil-Events. Die Kombination aus Südsteiermark Classic und der DTM am Red Bull Ring bringt UnternehmerInnen, MarkensponsorInnen und Motorsport-Fans zusammen. Ob bei Fahrermeetings, Hospitality-Zonen oder Abend-Empfängen: Hier entstehen vielerorts überraschende wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen. Noch kann man sich für die Südsteiermark Classic anmelden – sofern ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung steht. Und auch für die DTM gibt’s noch Karten. Wer hier Connections in die Autobranche oder zu Red Bull hat, findet dort die ideale Gelegenheit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und neue zu machen.

Ironman – Klagenfurt (14. Juni)

Der IRONMAN Kärnten-Klagenfurt ist mehr als ein sportliches Großevent – er ist ein internationaler Treffpunkt für AthletInnen, SponsorInnen, MedienvertreterInnen und lokale Wirtschaft. Zwischen Start am Wörthersee, Expo-Bereichen und Finish-Party entsteht eine informelle Atmosphäre, in der man neue Kontakte knüpft und bestehende vertieft. Das Rennen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen macht Klagenfurt einmal im Jahr zum Zentrum der Triathlon-Welt, und 2026 heißt es wieder, den Ironman als Symbol für alle Leistungswilligen, die bereit sind, die Extrameile zu gehen, zu feiern – am besten im Rahmen eines informellen Meetings mit allen Sportbegeisterten.

Netzwerken ist kein Event – sondern eine Haltung

Ob unterhaltend, sportlich oder elegant: Erfolgreiches Netzwerken folgt keinem starren Protokoll, sondern lebt von Authentizität, Präsenz und der Bereitschaft, sich auf Menschen einzulassen. Die besten Kontakte entstehen selten am Visitenkartentisch, sondern zwischen Garderobe und Gespräch, zwischen Applaus und Aperitif. Wer diese Begegnungen ernst nimmt, sie pflegt und weiterdenkt, baut kein loses Kontaktnetz, sondern ein tragfähiges Beziehungsgeflecht. Und genau darin liegt der eigentliche Mehrwert.

Fortsetzung folgt: In Teil 2, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheint, widmen wir uns jenen Netzwerkformaten, die ab Sommer prägend werden – von Sommerfesten über internationale Kongresse bis hin zu neuen, hybriden Begegnungsräumen. Denn gutes Netzwerken kennt keine Saisonpause.

Hannes Roth
Hannes Roth
Autor | Steiermark
Ressorts: Wirtschaft | Politik, Hart | Herzlich, Start | Up
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