Fotografin Diana Frank: „Ich will den echten Menschen zeigen“

Mit 24 Jahren hat sich Diana Frank bereits als Fotografin in Kärnten und darüber hinaus etabliert. Ihre Shootings sind vielseitig – ebenso wie die Menschen, die sie vor der Kamera hat. Mit uns spricht sie über Authentizität, Mut zur Kreativität und warum Fehler dazugehören.

M.U.T.: Sie haben bereits früh mit der Fotografie begonnen. Gab es ein Schlüsselerlebnis, das Sie überzeugt hat, Fotografie nicht nur als Hobby zu betreiben, sondern zum Beruf zu machen?

Diana Frank: Nicht wirklich – es ist eigentlich einfach passiert. Ich dachte mir: Probier’s mal, du wolltest immer schon im kreativen Bereich arbeiten – now is your chance! Und dann habe ich losgelegt.

Fotografin Diana Frank
Besonders: Die Fotos von Diana Frank sprechen eine eigene Sprache. Foto: diaurra

Was bedeutet Fotografie für Sie persönlich? Ausdruck, Beruf, Leidenschaft?

Fotografie ist für mich viel mehr als nur Abdrücken. Man erzählt eine Geschichte – sei es die eigene oder die der KundInnen. Mein Fokus liegt auf authentischer Ästhetik. Damit meine ich, den echten Menschen in einer ästhetischen Art und Weise zu zeigen. Social Media verfälscht oft sehr stark, zum Beispiel durch übertriebene Hautretusche. Und in Zeiten von KI gibt es so viele Möglichkeiten, Dinge künstlich zu verändern. Ich finde es schade, Menschen verändern zu wollen – wir sind perfekt, wie wir sind.

Fotografin Diana Frank "Ich will den echten Menschen zeigen"
Fotografin Diana Frank liebt die Abwechslung – von Hochzeiten bis hin zu Fashion-Shootings. Foto: diaurra

Was war in der Anfangszeit Ihre größte Herausforderung?

Definitiv, meinen eigenen Stil zu finden. Heute weiß ich, was ich ausdrücken möchte. Man sieht so viele andere tolle FotografInnen, lässt sich inspirieren, aber läuft Gefahr, sich zu sehr zu vergleichen. Es ist wichtig, darauf zu achten, was man kreieren möchte.

Sie fotografieren Porträts, Hochzeiten, Editorials und auch Commercial-Shootings. Was reizt Sie an dieser Vielfalt?

Ich mag die Abwechslung – die brauche ich auch (lacht). Jede Situation ist neu, jeder Auftrag bringt etwas anderes mit sich. Das hält die Arbeit spannend und mich kreativ.

Welche Rolle spielt Kärnten in Ihrer Arbeit?

Ich komme von hier, und die Natur ist einfach perfekt für Fotos. Egal ob Berge, Seen oder Wälder – ich arbeite viel outdoor und lasse mich gerne von der Landschaft inspirieren. Kärnten wird deshalb immer Teil meiner Fotografie sein, auch wenn ich gerne in andere Regionen und Länder reise.

Rückblick: Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Mach genau so weiter! Probier alles aus, und nimm Fehler mit – sie bringen dich dorthin, wo du hinwillst. Aber: Du darfst ruhig ein bisschen organisierter sein (lacht).

Fotocredit: diaurra

Manuela Mark
Manuela Mark
Autorin | Kärnten
Ressorts: Start |Up, Life | Style, Leben |Arbeiten
mark@mut-magazin.at

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