Work oder Life in Kärnten?

Oft werde ich gefragt, warum ich – als gebürtige Spittalerin- nach der Absolvierung meines Bachelorstudiums an der Fachhochschule Salzburg im Bereich MultiMediaArt wieder zurück nach Kärnten gekommen bin?

Die Antwort auf diese Frage ist leicht: Für mich ist Kärnten ein Bundesland, das alles hat, aber die Einheimischen nur gering zu schätzen wissen. „Kärnten bietet doch nichts.“ – „Für junge Leute wie dich ist Kärnten doch fad!“ Ich wollte trotzdem genau dort Fuß fassen. Der Grund dafür nennt sich nicht nur „Heimat“, sondern in erster Linie „Wohlfühlsort!“ In unsere Gesellschaft dreht sich doch alles um die optimale „Work Life Balance“. Doch was genau ist das überhaupt? Soll ich mein Leben von meiner Arbeit abgrenzen? Soll ich mich von meiner Arbeit erholen müssen? Schadet mir meine Arbeit? Wenn ja, dann mache ich definitiv etwas falsch. Ich arbeite viel und lange und lebe „trotzdem“ währenddessen. Klingt doof? Ist es auch, wenn man die Phrase „Work Life Balance“ nüchtern betrachtet. Ich muss nichts auf die Waagschale legen, wenn es mich nicht belastet.

Angenommen ich wäre Mutter und würde neben meiner Arbeit noch: ein Kind großziehen, den Haushalt schaukeln, auf gesunde Ernährungachten, mit dem Hund tagtäglich Gassi gehen, ab und an Sport machen und ein Privatleben führen, dass voller Termine durch soziale Kontakte ist… Wo endet dann „Work“ und wo beginnt „Life“? Ist es nicht dasselbe? Für mich gibt es nur ein Wort, das mich in meiner Arbeit begleitet: Lebenszeit! Ich frage mich: wie, wo und mit wem möchte ich meine Lebenszeit verbringen? Klar gibt es Verpflichtungen, aber wie Paul Pizzera schon sagt: „A Last is erst a Last, wennst es a Last sein lasst!“ (Pizzera & Jaus –Mama)

Alles eine Frage der persönlichen Einstellung. Kurz gesagt: Ich hätte meine Entscheidung, die Firma in Kärnten zu gründen, nicht besser treffen können, denn für Kommunikationsbegeisterte wie mich bietet Kärnten ein großes Netzwerk für Jung- & KleinunternehmerInnen, wo man neben GeschäftspartnerInnen auch Freunde für’s Leben indet. (Work oder Life?) 😉

von Sabrina Öhler. Die Storytellerin
Foto: Rebecca Kimmig